Berufswunsch Beikoch - erster Azubi startet in eine betriebliche Ausbildung - mit Perspektive
01.09.2011
Der Übergang von der Schule in einen Beruf gehört zu den bedeutsamen Entscheidungen für die berufliche Zukunft. Für alle jungen Menschen ist sie alljährlich die große Herausforderung, die es zu meistern gilt. Noch vor einem Jahr gehörte auch David Figiel zu den Schulabgängern der „Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen Ch. G. Salzmann" in Herzberg/Elster.
Heute, nach einem Jahr und erfolgreicher berufsvorbereitender Bildungsmaßnahme, geht sein Ausbildungswunsch in Erfüllung. ![]()
David Figiel, der bereits erfolgreich ein Praktikum in der Zentralküche der ELSTER-WERKSTÄTTEN absolviert hat, erhält seinen Ausbildungsvertrag für eine dreijährige betriebliche Ausbildung als „Beikoch“.
Die Agentur für Arbeit unterstützt besonders Jugendliche mit einer Lernbehinderung dabei, eine reguläre Ausbildung aufnehmen und abschließen zu können. Bei der Vorauswahl an Bewerbern in den ELSTER-WERKSTÄTTEN, einem Unternehmen der Stiftung ELSTERWERK, war Herr Marke, Mitarbeiter im Team Reha/SB der Agentur für Arbeit Herzberg/Bad Liebenwerda, ein wichtiger Ansprechpartner.
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Für David Figiel gelten im Berufsbild „Beikoch“ spezifische Ausbildungsrahmenpläne, die entsprechend seines Förderbedarfes und seiner Lernausgangslage angepasst sind. Seine theoretische Ausbildung wird er am Oberstufenzentrum 2 des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus absolvieren.
Mit Blick auf den demographischen Wandel und dem sich verschärfenden Fachkräftemangel in unserer Region, werden Ausbildungschancen auch für leistungsschwächere Schulabsolvent/innen wachsen.
Mit der zukünftigen „Bildungs- und Erlebnisstätte ELSTERPARK“ in Herzberg, wird unter dem Dach der „Stiftung ELSTERWERK“, ein erweitertes Leistungsangebot im Bereich Dienstleistung und Tourismus entstehen. Durch die neu entstehenden Plätze zur Teilhabe am Arbeitsleben für Werkstattbeschäftigte mit einer wesentlichen Behinderung, bieten sich in den attraktiven Berufsfeldern in diesem Zusammenhang auch Perspektiven für zusätzliche lern- und beschäftigungsfördernde Maßnahmen.
Neben der modularisierten beruflichen Bildung für Werkstattbeschäftigte, will man sich deshalb, dem regionalen Bedarf folgend, als anerkannter Ausbildungsbetrieb gleichzeitig neuen Zielgruppen widmen.
Da nachhaltiger Erfolg sich bekanntermaßen selten durch Zufälle oder von selbst einstellt, wird für dieses Projekt die erforderliche Vorlaufzeit planvoll genutzt. Als zusätzlicher Beitrag für die Region, sollen künftige Schulabgänger wohnortnah die Chance bekommen, den „ELSTERPARK“ zur Berufsorientierung und ggf. für eine spätere Berufspraxis kennen zu lernen.
Mit dem dualen Ausbildungsangebot für David Figiel im anerkannten Beruf „Beikoch“ startet, vorerst nur im Dienstleistungssektor mit dem entstehenden „ELSTERPARK“, ein erweitertes Qualifizierungskonzept: Dieses wird künftig schrittweise die berufliche Bildung der Werkstattbeschäftigten mit anerkannten angepassten beruflichen Ausbildungsangeboten in einem gemeinsamen Praxisfeld verknüpfen.
Die Übergabe des Ausbildungsvertrages an David Figiel ist ein erster Baustein für ein praktisches Ausbildungsfeld, in dem Werkstattbeschäftige gemeinsam mit anderen Auszubildenden erste Schritte in ihre Berufspraxis gehen werden.
Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und wünschen David Figiel viel Erfolg!
Beratung und Kontakt:
Ute Drümmer
Leiterin Ausbildung und Soziales
Telefon: 03535 4054-128
e-Mail: ute.druemmer@elster-werkstaetten.de