Die Geschichte der Stiftung ELSTERWERK
Die Situation von Menschen mit Behinderung in der ehemaligen DDR war nur wenigen Insidern bekannt und bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung ausgeblendet. Erst die bundesrepublikanische Gesetzgebung verhilft nun allen Menschen, also auch behinderten Menschen im Osten Deutschlands zu gleichen Grundrechten. Von jetzt an beginnt durch die Lebenshilfe Elsterkreis eine unglaublich engagierte Aufbauarbeit zur Integration und Teilhabe behinderter Menschen.
Den ersten Schwerpunkt bildet der Aufbau von Ausbildungs- und Beschäftigungsstätten. Es entstehen Werkstätten für behinderte Menschen. Um die Voraussetzungen zur Durchführung von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen zu erfüllen, schließen sich ehemalige Reha-Abteilungen in den Kreisen Herzberg (E.), Bad Liebenwerda und Finsterwalde (heute: Landkreis Elbe-Elster) vorerst zu einem Verbund zusammen. Rund 60 Werkstattbeschäftigte nehmen unter dem Namen ELSTER-WERKSTÄTTEN ihre Arbeit an zwei Standorten auf: in Herzberg (E.), Badstraße und in Bad Liebenwerda, Goethestraße. Die ELSTER-WERKSTÄTTEN erhalten von der Bundesanstalt für Arbeit den vorläufigen Anerkennungsbescheid zum Betreiben einer Werkstatt für Behinderte.
1991 firmieren die ELSTER-WERKSTÄTTEN zur gemeinnützigen GmbH. Alleinige Gesellschafterin ist der Lebenshilfe Elsterkreis. Wenig später wird die erste Baumaßnahme in der Geschichte des Unternehmens begonnen. In der Folgezeit sollen noch viele Projekte zur Entwicklung eines flächendeckenden Netzes von Werkstätten folgen. Heute verfügen die www.elster-werkstätten.de an 7 Standorten in den Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Fläming des Landes Brandenburg über ein modernes und leistungsfähiges Netz von Werkstätten. In 10 Betriebsstätten werden Menschen mit Behinderung ausgebildet, beschäftigt und betreut. Rund 250 Mitarbeitende sind im Unternehmen tätig.
Die Standortkarte können Sie hier herunterladen Standortkarte.pdf (1,59 MB).
Organigramm
Sie können das Organigramm der ELSTER-WERKSTÄTTEN GmbH hier herunterladen PDF-Dokument (145 kB).
Video-Clip „Unmöglich denkst du!“
1993 wird durch die ELSTER-WERKSTÄTTEN GmbH das gemeinnützige Tochterunternehmen INTAWO (Integrative Tagesstätten und Wohnen für Behinderte) GmbH gegründet. Ziel der Gesellschaft ist es, Menschen mit Behinderung eine umfassende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die ersten Einrichtungen der www.intawo.de sind die Wohnstätte Falkenberg/E. und die Integrative Kindertagesstätte Elsterwerda. Auch hier stellt sich bald heraus, dass ein gezielter bedarfsgerechter Aufbau von Strukturen dringend erforderlich ist. In den Folgejahren entsteht ein vielseitiges Wohnangebot, werden 2 Integrative Kindertagesstätten betrieben, werden die Interdisziplinäre Frühförderung und Beratung und der Familienentlastende Dienst entwickelt. 130 Mitarbeitende sind gegenwärtig im Unternehmen an drei Standorten im Landkreis Elbe-Elster tätig.
Organigramm
Sie können das Organigramm der INTAWO GmbH hier herunterladen PDF-Dokument (132 kB).
Video-Clip „Wir schaffen Perspektiven!“
Nach 20 Jahren Entwicklung verfügt der Lebenshilfe Elsterkreis e. V. über ein umfassendes Netz von Einrichtungen und Diensten. Neue Konzepte zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in unserer Gesellschaft werden die Entwicklung der nächsten Jahre bestimmen und Einfluss auf die Leistungserbringung haben. Im Zentrum unserer Arbeit steht der behinderte Mensch, der weitestgehend selbstbestimmt sein Leben mit professioneller Unterstützung planen und entwickeln soll. Die Angebotsstrukturen werden flexibler und nachfrageorientierter ausgerichtet sein. Unsere Organisation wird sich auf die Unterstützung der Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zur uneingeschränkten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft einstellen. Um unsere Organisation auf die künftige Leistungserbringung gut vorbereitet zu wissen, gründen im Mai 2010 der Lebenshilfe Elsterkreis e. V. und die ELSTER-WERKSTÄTTEN gemeinnützige GmbH die Stiftung ELSTERWERK.