Leitbild der Stiftung ELSTERWERK
Unser Leitbild wird geprägt von dem Ideal einer Welt in der alle Menschen selbstverständlich leben, sich zugehörig fühlen und uneingeschränkt teilhaben können am Leben in der Gesellschaft.
Individuelle Autonomie und soziale Inklusion bilden die Grundlage für eine freiheitliche Gestaltung des Zusammenlebens in Gemeinschaften und Gesellschaft.
Die Menschenwürde an sich bildet für uns das tragende Fundament der menschenrechtlichen Gleichheit – des Prinzips der Nichtdiskriminierung.
Mit all unseren Aktivitäten wollen wir dazu beitragen noch bestehende Strukturen zu überwinden, die es Menschen mit Behinderung erschweren, ein Bewusstsein eigener Würde zu entwickeln und aufrecht zu erhalten.
Vor dem Hintergrund ihrer 20 jährigen Erfahrung aus der Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen, integrativen Wohnprojekten und vielfältigen sozialen Dienstleistungen, beruht das Handeln der Stiftung ELSTERWERK auf folgenden Grundsätzen und Überzeugungen:
Grundsätze
Unser Wirken beruht auf dem Grundsatz, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Status, ihrem Besitz, ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht oder ihrer körperlichen und geistigen Verfassung eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zusteht.
Gleichbehandlung sowie Förderung der Chancengleichheit, insbesondere für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch anderweitig Benachteiligte und Senioren, als Voraussetzung für Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, bilden somit einen wesentlichen Grundsatz unseres Handelns.
Als Stiftung ELSTERWERK fühlen wir uns dem Grundsatz der unveräußerlichen Persönlichkeitsrechte jedes einzelnen Menschen verpflichtet. Wir fördern und unterstützen deshalb einen gleichberechtigten Zugang zu allen Bereichen unserer Gesellschaft.
Überzeugungen
Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch neben seiner unantastbaren Würde ein Recht auf individuelle Autonomie, auf ein selbstbestimmtes Leben hat.
Wir sind der Überzeugung, dass kein Mensch auf Grund körperlicher, geistiger oder sozialer Beeinträchtigung von einer Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden darf.
Indem wir den Beiträgen gerade unserer behinderten und benachteiligten Mitmenschen Raum geben und Aufmerksamkeit widmen, erfahren wir, erfährt unsere Gesellschaft einen Zugewinn an Humanität und kultureller Vielfalt.
Insofern sehen wir Behinderungen in erster Linie nicht als physische, mentale oder sensorische Beeinträchtigung eines Individuums, sondern als gesellschaftliches Phänomen – das solche Beeinträchtigungen zum Anlass für Zuschreibungen aller Art nimmt – und das es zu überwinden gilt.
Behinderung resultiert somit in erster Linie aus Barrieren in den Köpfen, sie resultiert aus der Beziehung zwischen Personen mit Beeinträchtigungen einerseits und den in Grundhaltungen und Umweltfaktoren bestehenden Barrieren andererseits.