Werkstättenmesse 2011 in Nürnberg
17.03.2011
Besuch der Werkstättenmesse Nürnberg
Die viertägige Werkstätten:Messe war im März 2011 das Ziel zahlreicher Besucher und Aussteller. Zum 30. Mal interessierten sich mehr als 18.500 Besucher für die Leistungen aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Neben dem vielfältigen Angebot in den Ausstellungshallen, nutzten außerdem rund 4.800 Teilnehmer das interessante Fachvortragsprogramm mit über 90 Einzelvorträgen.
Als Schaufenster der Werkstätten war diese Messe auch in diesem Jahr eine einzigartige Leistungsschau hochwertiger Produkte und Dienstleistungen von und für Menschen mit Behinderungen.
Bei Fach- und Führungskräften aus dem Werkstattbereich wird die Messe als wichtige Informations- und Kontaktbörse angesehen. Als Marktplatz für Bildungs- Qualifizierungs- und Rehabilitationsangebote, bietet sie dem Fachpublikum alljährlich wertvolle Impulse und einen intensiven Austausch. Sie ist somit für viele Werkstattleitungen ein Ort der Orientierung für bevorstehende Anforderungen. Insbesondere in Bezug auf künftige soziale und marktgerechte Entscheidungen, werden interessante Aspekte diskutiert und beispielgebende Entwicklungen präsentiert.
Die hohe Qualität der präsentierten Produkte und Dienstleistungen zeigte wiederholt sehr deutlich, dass Werkstätten schon sehr lange ihr manchmal noch nachgesagtes „Bastel-Image“ verlassen haben. Der zunehmende Wandel im Werkstättenbereich zu Dienstleistung und Handel, ist wie in der Erwerbswirtschaft unverkennbar und zeigte sich auch auf der Messe 2011 an vielen neuen und attraktiven Projekten.
Doch auch die Anzahl industrieller Kooperationspartner im Bereich der Aussteller machte deutlich, dass Werkstätten, als anerkannte Partner der Wirtschaft, heute in sehr vielen Fachbereichen erfolgreich tätig sind.
Da Werkstätten und andere Einrichtungen der Behindertenhilfe in diesem Zusammenhang auch selbst ein hohes Eigeninteresse an modernen und leistungsfähigen Maschinen und Geräten bzw. an effizienten Lösungen in den Bereichen der Informationstechnologien oder dem Facility Management haben, konnten auch auf diesen Gebieten interessante Beratungsgespräche geführt werden bzw. erste Kontakte mit Anbietern geknüpft werden .
Am Messestand des BBW Waiblingen:Information zur Anwendung des Verfahrens „hamet e“, welches in Kürze im Berufsbildungsbereich eingeführt wird.
Ute Drümmer
Leiterin für Ausbildung und Soziales